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2 (1847)
Entstehung
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tung) abgenutzt und die ganze Fugenarbeit (S. 300) unlerschiedlosin einander rinnen. Daher ziehen wir vor, in freier Figurationweiter zu geben, bis gegen das Ende (oder auch nach dem Ende)der ersten Strophe das Thema wieder zu einer zweiten Durchfüh-rung antrilt. So ist hier

490 c. f. u- s. w.

geschehen; der vorletzte Ton des Cantus firnius ist verlängert, undunter ihm setzt der Bass mit dem Thema ein. Allein es ist nureine Anführung des Themas, keine Durchführung; keine andreStimme folgt mit dem Thema, sondern die zweite Strophe desCantus lirmus tritt über freier Figuration ein.

Hier war also der umgekehrte Fall vorhanden. Die ersteStrophe folgte auf eine vollständige Durchführung, machte dahereine weitere Anführung des Themas unralhsam. Jetzt ist dasThema ungenügend-, nur einmal eingeführl; folglich macht es sichweiter geltend und tritt der zweiten Strophe in Alt und Tenor umso eifriger gegenüber,

bildet sogar in gleicher Weise den Zwischensatz von der zweiten

und behauptet sich als Kern der ganzen weitern Ausführung. Mansieht übrigens, dass in No. 497 nicht mehr das volle Thema, son-dern nur seine erste Hälfte wirksam ist.

Ein zweites ernstlicheres Beispiel zu dieser Form bietet dasVorspiel zu Luthers gewaltigem Kampfliede:Erhalt uns, Herr,

7

-t I i Hl

-f-

c. f.

497

zur dritten Strophe,

J tl L jL jL flj-j-J-J

498