Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
318
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Wäre nun die Antwort im Diskant vollendet, so würden wiruns in Zftnoll befinden, könnten also nicht an den Schluss denken.Es müsste auch nach dem Sinn und der Weise des Ganzen jetzteine weitere Entfaltung dessen, was in No. 472 im Zwischensatzangesponnen ist, erfolgen; mit dieser könnte man in gehörigerRuhe und Fülle nach dem Hauptlone zurückkehren und schliessen.Oder sollte das Ganze besser abgerundet, der Hauptgedanke zumSchlüsse noch einmal vorgeführt werden: so müsste man die zuerwartende Ausführung als grossem Zwischensatz behandeln unddas Thema noch einmal bringen.

Dies wäre das Befriedigendere; aber die Einführung des The-mas müsste auch eine entscheidende sein, schon durch die Lage,dann durch Modulation und Stimmgewebe. Letzteres übergehenwir; hinsichts der Lage sind wir der aufwärts strebenden Rich-tung des Ganzen (S. 316) eingedenk. Es müsste also zuletzt derDiskant auf der höhern Oktave der Tonika (wie in No. 471, c)eintreten.

Aber der Diskant ist schon zuvor (No. 474) mit demThema beschäftigt gewesen; es könnte einförmig wirken und dieandern Stimmen zurückselzen, wenn man einer Stimme zweimalnach einander das Thema gäbe.

Zuvor soll also eine andre Stimme, und zwar die zu längstvom Thema weg ist, das Thema nehmen; erst der Bass, daun derDiskant sollen die zweite (und letzte) Durchführung und zwareine unvollständige machen.

Da nun diese Durchführung: zum Schlusssätze bestimmt ist, somöchte man fast beide Stimmen auf die Tonika stellen. Dem wi-derspricht aber zweierlei. Der Zweck würde der sein, den Haupt-ton durch eine slehenbleibende Modulation (S. 237) mehr zu be-festigen; allein da das Thema jedesmal in die Parallele ausweichl,so würde dieser Zweck nicht erreicht. Dann wäre zu bedenken,dass der Bass schon Anfangs das Thema auf der Tonika anfgeführthat, dass er also nicht in ganz frischer Kraft mit demselben Themaauf denselben Stufen erscheinen würde. Besser träL er auf derdritten Stufe (auf e) ein. Dann würde sein Schluss auf C fallen(eigentlich Cmoll, das man aber in Dur verwandelte) und der Dis-kant unmittelbar anschliessen. Hiermit w'äre unser erstes Fug;alodurchgeführt. Es würde nun der Entwurf zu prüfen, wo es Nothscheint, zu berichtigen, und in seinen Lücken (z. B. in No. 472)auszufüllen sein.

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