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2 (1847)
Entstehung
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kanu uos diesen Uebergang des Fugenthemas in gangarliges Wesenanschaulich machen. Die Anlage des Tonstückes *) ist in der Tliateine fugenartige; aber der Komponist hat wohl erkannt, dass seineErfindung nach Umfang und gangarligem Inhalt ungeeignet sei füreine wirkliche Fuge, und hat (unter dem Namen Capriccio) einMittelwesen zwischen Fuge und Figuration gebildet.

Auch hier ist es unmöglich, ein allgemeines Maass festzustel-len. Wir sehen an No. 323, einem Satze, der den Umfang einerkleinen Quarte hat, dass Fugenthemate seihst in sehr engem Raumemöglich sind. Wiederum finden sich Themate genug, die den Um-fang einer Oktave oder None haben, z. ß. dieses Thema,

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dessen Hauptzug eine None ist, oder dieses andre

332 fisiättjn

in periodischer Form, das den Vordersatz im Umfang einer Noneschliesst. Man kann daher nur ralhen: den Tbematen nicht ohneinnern Grund weiten Umfang zu geben, die grossen In-tervalle nur als entscheidende Karakterzüge zu ergrei-fen und eben als solche nicht durch Wiederholung zu schwächen.Daher ist das obige ßachsche Thema, No. 331, mit der Nonegleichsam fertig, es geht von da nur möglichst einfach und nahein den Schluss; auch das andre Thema, No. 332, hat in jenemeine None ausfüllenden Theil (a) offenbar seinen Gipfel erreicht,und eilt von da zu Ende. Dagegen ist das Thema No. 327 beialler rhythmischen Entschiedenheit doch mehr gangartig als salz-artig, da es wenn auch in bedeutenden Schritten vorüber-geht, ohne einen Mittel- und Anhaltepunkt zu bieten, einen Gipfelund entscheidenden Zug zu erreichen; auch in den beiläufig inNo. 328 und 329 gegebnen Anwendungen macht sich der gangarligeKarakter wohl fühlbar.

Dass übrigens ein künstlerisch gebildeter Geist über alle allge-meinen Regeln hinaus noch Mittel und Wege findet, ist uns schonvom ersten Theil her überall einleuchtend geworden. Und so mögeein einziges Beispiel, das Thema einer Orgelfuge von Seb. Bach **),

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) S. die vom Verf. bei Trantsvein in Berlin herausgegebnen sechs Fugenund ein Capriccio von G. F. Händel.

*) In der vom Verf. veranstalteten Ausgabe No. 8.