Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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Hiermit haben wir vorerst wenigstens eine oberflächliche An-schauung von dem Fugensatze gewonnen. Fassen wir noch ein-mal die Hauptpunkte zusammen. Es sind

1) das Thema;

2) seine Beantwortung, oder die Bildung des Gefährten;

3) die Durchführung, zunächst die Stimmordnungund Tonordnung, zu denen sich später noch eindrittes Moment nacbiinden wird;

4) der Gegensatz;

5) die Zwischensätze.

Dies sind die nächsten Gegenstände unsrer Betrachtung in denfolgenden Abschnitten. Aus dieser Betrachtung werden sich alsbalddie verschiednen Kunstformen ergeben, in welchen wir den neuenStoff gellend machen können.

Auch hier gehen wir, wie schon die vorstehenden Beispielegezeigt haben, von dem vierstimmigen Satz aus und werden denmehr- und minderstimmigen besonders oder auch gelegentlich(wo er keiner besondern Erwägung bedarf) in Betracht ziehen.

Zweiter Abschnitt.

Allgemeine Regeln über die Bildung des Fugentliemas.

Vom Fugenlhema wissen wir bereits, dass es ein bestimmt ab-geschlossener Gedanke sein, mithin entweder Satz- oder Perio-denform haben muss.

Wir wissen ferner von ihm, dass es der Kern eines ganzenTonstücks sein soll; es muss also kernhafte Bildung haben,einen bestimmten sicher das Gemüth treffenden und darin haftendenInhalt und diesen in fester, gedrungner Form. Man wird daherfinden, dass bei weitem die meisten Fugenthemate Satzform,also die gedrängteste Konstruktion, nur wenige Periodeuformhaben.

Vermöge der Satz- oder Periodenform muss das Thema be-stimmt abschliessen. Der letzte Abschluss ist in tonischer Be-ziehung der auf der Tonika. Allein es ist uns bereits be-kannt, dass der Schluss des Themas nicht nothwendig der Schlussdes ganzen Fugensatzes zu sein braucht und dass es nicht nöthigist, dass das Fugenlhema zuletzt in der Oberstimme auflrete. Sowurde z. B. No. 311 durch einen freien Nachsatz geschlossen, unddas Thema war zuletzt in der Unterslimme erschienen. Es wird