sehen wir einen dreistimmigen Satz, in dem die zweite Stimme denAnfang der ersten (a) bei b auf derselben Stufe streng, die dritteStimme aber bei c auf der obern Sekunde frei nachabmt; aus derQuarte ist eine Quinte, aus der Quinte eine Sexte geworden.
Hiernach unterscheidet man
die Nachahmung im Einklang,
die Nachahmung in der Ober- oder Unter-Oktave,die Nachahmung in der obern oder untern, grossenoder kleinen Sekunde,
Terz, Quarte, Quinte u. s. w., endlich die gemischteNachahmung, in der die nachahmenden Stimmen (wie in No.267)in verschiednen Intervallen eintreten. Es kann Niemandem schwerfalleu, sich für alle diese genannten und ungenannten Fälle Bei-spiele zu verfassen; wir dürfen ihnen daher hier keinen grossemBaum gewähren.
4. Form der Nachahmung.
Die Nachahmung kann die Richtung der vorangehenden Stimmebefolgen, oder den Satz in verkehrter Richtung — nach dem Kunst-ausdruck .- in der Verkehrung (Th. I, S. 34) wiedergeben. DasErslere ist in allen vorstehenden Sätzen der Fall, das Letzteresehen wir an einem flüchtigen Beispiele hier.
-i-SSH-
-R=f=
3aut:
268
Fs
h.
Der Salz a der ersten Stimme wird von der zweiten bei bauf der kleinen Untersexte nachgeahmt, und zwar streng, jederSchritt in gleicher Grösse, — aber verkehrt, jeder Schritt, der inder Oberstimme hinaufging, wird in der nachahmenden Unterstimmeabwärts gethan, und jeder hinabgehende aufwärts. Natürlich kannauch die verkehrte Nachahmung frei, und zwar mehr oder wenigerfrei ausgeführt werden; wir hätten z. B. den obigen Satz von caus in der V erkehrung und vom Einklang ausgehend so