Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
194
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Gesagten keiner weitern Auseinandersetzung. Wir können «nsohnehin nicht bergen, dass der ganze Versuch etwas Unkünslleri-sches an sich hat, nämlich die eigenwillige Beschränkung auf einunzulängliches, nur durch mehr oder weniger gezwungne Wendun-gen einigermaassen befriedigendes Mittel. Daher wird man schwer-lich auf diesem Wege mehr als blosse Uebung suchen, obwohl ingrösser« Kompositionen oft ziemlich bedeutende Partien als einstim-mige Figuration auftrelcn können. Die einfache Tonreihe kanneinen so flüchtigen, leicht gaukeludeu, gefälligen und wiederumeinen so reissend heftigen, eigensinnigen Karakter aunehmen, dasssie in einer oder der andern Weise bisweilen zur glücklichstenAnknüpfung oder Fortleitung dient. So hat Seb. Bach mehrereseiner Orgelfantasien, z. ß. No. 2, 7 und (ein Paar dazwischeu-geworfene Akkorde abgerechnet) No. 9 der vom Verf. bei ßreitkoptund Härtel herausgegebnen Sammlung einstimmig (die letzterwähntezum Theil oktavisch) eingeleitet. Auch das Cdur-Präludium im w'ohi-temperirten Klavier (Th. I des Lehrbuchs No. 622), sowie die er-sten zwei Seiten der chromatischen Fantasie desselben Meisters sindim Wesentlichen für einstimmig zu achten, obgleich in beiden ein-zelne Noten verlängert sind und dadurch eine scheinbare Zvvei-oder Mehrstimmigkeit herbeigeführt ist *).

Ergiebiger sind

ß. Zwei- und mehrstimmige Sätzedieser Art; mau muss sie sofort als fähig anerkennen, freies, un-verkümmerles Kunstwerk zu sein, und findet sie besonders als Vor-spiele und Studieu sehr häufig und in verschiedenster Weise, baldstrenger, bald freier durchgeführt.

Auch sie können in der Form von Gängen oder nach denGrundrissen der Liedform zu abgeschlossenen Tonstücken oder zumAnfang, oder zu Theilen grösserer Tonstücke verwendet werden.Statt einer besondern Anleitung, deren sie nicht bedürftig scheinen,folgen hier blos einige andeutende Beispiele.

Sehr eng der Einstimmigkeit anschliessend zeigt sich diesesPräludium

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aus dem wohltemperirteu Klavier, das sich ganz folgerecht bis andas Ende durchsetzt, oder dieser Anfang einer Orgelfantasie

*) Hierzu der Anhang M.