Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
188
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die Auflösung einer None, Septime oder Terz im Dominanlakkorde:so muss ihn das Gefühl der Singenden um so sichrer fassen können.

Dem andern Zwecke wird schon durch irgend eine einfacheoder in Terzen u. s. w. verdoppelte Tonfolge, oder durch einekleine Figur, oder eine kleine Modulation genügt werden können,die das Ende der einen und deu Anfang der andern Strophe ver-knüpft, und sich gegen die Fülle und Würde der Strophen unter-zuordnen hat, so dass der vollere Eintritt der Orgel auch zugleichden Wiederanfang des Gesanges bezeichnet.

Wie nun der erste Zweck auf den zweiten führt, so schliesstsich diesem der dritte an. Man wird die Zwischensätze schon vonselbst in möglichste Uebereinstimmung mit dem Sinne des Choralsund untereinander zu bringen suchen, wird eine einmal ergriffneFigur so lange und so gut es gehen will festhalten, auch wohlwenn man den Gemeinegesang dabei nur sicher fortleilel siehier und da leicht andeutend in die Strophe hineinziehen, zuletztvielleicht gar den Choral oder die Schlusstrophe unter stark her-vorgehobnem Cantus firmus durchfiguriren.

Nur soviel, nur anzudeuten war der Weg vom unterstenZweck bis zur höhern, künstlerischen Gestaltung der Zwischen-und Nachspiele. Die technische Zurüstung ist in der vorangehen-den Lehre und manchem Nachfolgenden (z. B. der Lehre vom dop-pelten Kontrapunkt und Kanon) gegeben. Die Anwendung und ihreLehre gehört in die praktische Bildung der Organisten.