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und zu wägen, der den Meister zu einer solchen durchgängigenTüchtigkeit gefördert hat.
Fünfter Abschnitt.
Uebergang der Choralfiguration in andre Formen.
Wir haben uns bereits S. 174 sagen müssen, dass unsre ho-hem Figuralformen im Grunde schon aufgehört haben, dem Choral-geschlecht anzugehören. Der Choral ist geistlicher Volksgesang,als solcher nothwendig einfach, ruhig, ja gleichmässig rhythroisirt,auf die nöthigen Töne beschränkt, nicht geneigt zu umschweifendenMelodiebewegungen. Wie weit sind wir schon von dieser Einfach-heit entfernt! Unsre Stimmen sind nicht mehr der einfache auf dasWesentlichste und Allgemeine gerichtete Ausdruck der allgemeinenVolksstimme; sie sind besondre, in das Einzelne gezeichnete Aeus-serungen so viel verschiedner Personen gleichsam, wie wir Stim-men haben. Der Choral, die Volksweise, liegt zum Grunde. Aberes ist nicht mehr der Choral, sondern die Aeusserung verschiednerIndividualitäten oder Stimmen, die sich über ihn, oder neben ihmin ihrer Weise vernehmen lassen.
Von hier erklären sich mancherlei anderswohin, auf andreKunstformeu hinführende Figurationen, von denen wir ein Paar Bei-spiele zu geben haben. Ihre vollständige Aufzählung ist unnöthigund, da immer neue gebildet werden können, unmöglich.
Das erste ist der von Seb. Bach (aus dem zweiten Hefteder Breitkopf’schen Ausgabe) dargestellte Choral: ,,Wer nur denlieben Gott lässt walten.“ *)
*) Auch in der vom Verf. bei Challier in Berlin herausgegebnen „Auswahlaus S. Bach’s Klavierkompositionen zur ersten Bekanntschaft mit dem Meister“aufgenommen.
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