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das Ablreten der Choralstimme keine Lücke in der Harmonie, kei-nen Riss im Gewebe des ganzen Tonstückes mache.
B. Der Cantus firmus im Tenor.
Steht der Cantus firmus im Tenor, so sondert er den Bassvon den übrigen Figuraistimmen ab, macht ihn also zum Gegen-stände besondrer Aufmerksamkeit; er muss für sich allein gelten,und kann es auch nach seinem Karakter (Th. I, S.320) am Besten,während die beiden Oberstimmen mit einander enger verbundenbleiben. Es ist also nothwendig, dass zwar das Gewebe der Figu-ralstimmen ein einiges sei, dabei aber wieder, dass der Bass einevorzügliche Selbständigkeit behaupte und seinen Karakter besondersfesthalte. Daher wird man ihn zwar am Hauptmotiv und Wesender andern Figuraistimmen Theil nehmen lassen, ihn aber oft freiernach seiner — nach Bassweise forlführen. Der nachstehende Satzzu dem Choral: Einer ist König, Immanuel sieget (Tb. I. Bei-lage XII, No. 8)
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läge XII, No. 8)
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deute dies wenigstens an, wenn es auch nicht angeht und nichtnöthig ist, ihn hier weiter auszuführen.
C. Der Cantus firmus im Alt
sondert die Oberstimme ab und lässt Tenor und Bass beisammen.Man wird, nach dem Karakter der Unterstimmen, diese beiden nichtzu viel in Figuren gegen einander setzen dürfen , wenn nicht dastiefere Tonspiel dumpf, oder gar wirr und wild in einander gera-then soll, wie die Natur der tiefen Töne mit sich bringt, die lang-samer gefasst und unterschieden werden und sich desshalb langsa-mer bewegen und gern weiter von einander ab *) halten. Auf der
') Vergl. Th. I, S. 147 und die Musiktehre S. 44 über die Erzeugung derTöne.