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Siebenter Abschnitt.
Bereicherung der dritten Figuralform.
Die dritte Figuralform hat uns viel verheissen, aber wir habenihr noch wenig abgewonnen, uns nur auf das Nächstnöthige be-schränkt. Schon musste uns auffallen, das überall auch ganz andreWendungen und Wege, und zwar sehr viele — fast unzählige,möglich sind, als die von uns herausgegrifTnen. Niemand kann siealle durchforschen. Aber man muss sich einigemal schärfer unterihnen umgesehen, wenigstens eine Strecke weit versucht haben,um den Reichlhuin zu erkennen und nach Kräften zu gewinnen.
Wir geben hierüber einige Andeutungen, knüpfen sie aber aneinen andern, den in No. 161 milgetheilten Choral, da der vorigewegen seines ruhigen weichen Karakters lebhaftem Ansfi ungenwidersteht.
Wieder entlehnen wir das Motiv aus dem Choral selbst; dieerste Strophe, in beweglichen Noten dargestellt, diene dazu.
Zuerst ist die Einleitung zu bedenken. Wir suchen sie natür-lich dem Motiv abzugewinnen und lassen eine Stimme nach der an-dern damit eintreten. Aber wo? —
Das Einfachste wäre freilich, jede Stimme auf denselben Ton-slufen und in derselben Oktave aufzuführen. Hier
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ist der Entwurf; die dritte, dann die erste, dann die zweite Figu-ralstimme erscheinen nach einander. Warum geht die zuerst ein-getretne hinab nach gl Um der folgenden Stimme Platz zu machenund den nächsten Akkordton zu ergreifen. Warum geht die neueStimme bei dem Eintritte der letzten nicht ebenfalls hinab? Damitder ohnehin monotone Einsatz dreier Stimmen mit demselben Motivauf demselben Tone nicht gar zu bloss liege; sie nimmt also g inder Höhe.
lndess — wir wissen für jetzt mit diesem Anfänge nichts aus-zurichten ; die Lage der Stimmen ist schon für sich ungünstig, dasie in gleicher Höhe beginnen, mithin keinen verschiednen Itarakteraussprechen. Daher nehmen wir wieder zu verschiednen Oktavenunsre Zuflucht.