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Hanptslirame, so wie Harmonie und Begleilungsform durehgearbeitetund neugestaltet wird (was in den vorigen Beispielen fast ganz un-terblieben, oder ungünstig auf den engsten Baum zusammengedrängtworden) desto fruchtbarer wird sich die Hebung erweisen.
Dritter Abschnitt.
Die Liedkomposition in Periodenform.
Die Satzbildung hat in den vorhergehenden Abschnitten einebedeutend weitergehende Ausbildung erfahren, als ihr in der ein-stimmigen Komposition (Th. I, S. 43), wo uns das Hülfsmillel derHarmonie und Modulation fehlte, zu Theil werden konnte. Dasselbeist mit der Periodenbildung der Fall. Nur können wir uns Hin-siehts ihrer kürzer fassen, weil Vieles schon am Salze gezeigtworden.
Was eine Periode ist, haben wir der Hauptsache nach bereitsfrüher (Th. ], S. 29) erfahren. Wir erkannten damals, dass unsreaus der auf- oder absteigenden Tonleiter gebildeten Sätze nur ein-seitig gebildet seien und jeder seinen Gegensatz (in der entgegen-gesetzten Kichtung sich bewegend) hervorriefe, so dass erst der Ver-ein von Satz und Gegensatz zu einem Ganzen vollkommne Befrie-digung gewährte,. Fragen wir nun: wann zur Bildung einer Pe-riode geschritten wird? — so ist die Antwort: wenn ein schon ge-bildeter Satz an sich nicht befriedigt, sondern sein Inhalt auch voneiner andern (der entgegengesetzten) Seite gezeigt werden soll —und zwar im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Satze. Hiergeschieht also etwas ganz Andres, als bei den in den vorigen Ab-schnitten gezeigten Erweiterungen des Satzes. Wir konnten un-sern Sätzen verschiedne Ausdehnung (2, 4, 8 Takte u. s. w.) geben,konnten ihren Schluss verlängern, ihnen Anhang und Einleitung bei-legen , einzelne Glieder der Abschnitte wiederholen; bei alle demblieb das Ganze immer nur ein einziger Satz. In der Periode wirdein Satz zu einem andern für sich schon inehr oder weniger be-friedigend abgeschlossnen gefügt. Hierauf kommt es an und nichtauf die Ausdehnung; daher kann eine Periode, obwohl sie aus zweiSätzen besteht, kürzer sein, als ein Satz; sie kann sich auf vierund vier, oder zwei und zwei Takte beschränken, während wirschon weit ausgedehntere Sätze gesehen haben.
Wie nun Sätze gebildet werden, wissen wir. Aus Th. I,S. 29 ist uns auch bekannt, dass die Richtung des Vordersatzes