II,
Diesen Titel gebrauchte man damals anstatt des Tks<kls: Staatslekretair. Diejenigen, welche damals Staats«setretaire hießen, waren eigentlich nur Fmanzsekretaire odererste Commis des Königs. Obgleich keiner von den dreyMinistern den Titel r Piemier, Minister führte, so war dochdie Theilmig der Geschäfte zwischen ihnen so ungleich, Undder König gab dem Herrn von Ronny einen so großen Ln-Iheil und so große Gewalt in den Fächern der beyden andern,daß man wohl behaupten kann , ihm f h!ke nichts, als derTitel eines Premier - Ministers. Dieser war damals auch»ochnichtModc. Weder du Prak unter Franz dem ersten, nochMoutmorenco inner Heinrich dem Zwenken hatten ihn ge,führt. — Diüeroi, und unter ihm Jeannin hartes dieauswärtigen Angelegenheiten, und S>Uery mit Bcllievre,der nachher Kauzier wurde, die inner» Geschäfte des Kö-nigreichs.
1L>.
Grand - Bayer.
^ 3 -
Der Streit, von dem hier die Rede ist, ffel den rS.Hetober 1598 den dem Kanzler vor, wo die RathsoerlammrInng gehalten wurde. „Der Herzog von Epernon sagte Mdem Heren von Rosuy, er hätte nickt nSthig zu ihin zukommen, und legte sin großes Gewicht auf seinen Titel.Rosny antwortete in demselben Ton, er wäre aus einem derältesten Häuser in Frankreich. Sie werden mir doch ein-raumen, rief der Herzog, daß einiger Unterschied zwischenmir und Ihnen ist. Zugleich erhob er den Kriegsstand überalle andere, und bediente sich dabey oft des Wortes: derDegen. Dieses fasste der oIrr von Aosm) auf, und Ver-sicherte ihn, er wüßte den semigcn Auch zu führe«. — Ichverlange darüber mit Ihnen nicht zu rechten, antwortet»Epernon."
Der Kanzler besänftigte sie endlich , und sie kamen nunzu friedlicher!, Erklärungen. „Sie haben mit mir in einem„Ton gesprochen, sagte Rosny, als ob ich ein geringer Fi--„nanzbedientcr wäre." — „Nein, versetzte der Herzog,„Sie werden nicht sind«», daß ich Ihnen Grobheiten oder„Schimpfwort«: gesagt habe." — „Ich bin auch nickt der„Mall», dem man Grobheiten und Schimpfwort« sagt, um
T 4 tcrbrack