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[3] (1792) (1792)
Entstehung
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149
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ich feine Empfindungen für die Frau von Beau»fort zu denjenigen rechnete, welche durch wahre Sym«pathie entstehen, und nicht blos auf Wollust ge-gründet sind, und er habe gefürchtet, ich möch-te ihm nur solche Trostgründe sagen, die ihn be-schämen würden. Unsre erste Unterredung dauertesehr lange, und ich besinne mich nicht mehr auf al-les, was ich ihm sagte. So viel weiß ich nochdavon, daß, nachdem ich dem Schmerz die ersteErleichterung gewährt hatte, die man ihm schuldigist, sich nehmlich mit sich selbst zu beschäftigen, ichnachher ahm mit gutem Erfolg die Verbindlichkeitzu Gemüthe führte, die jedem .Fürsten und jedemStaatsmann obliegt , daß er auch bey der g rech-testen Betrübniß die nothwendige Freyheit des Gei-stes zu erhalten suchen müsse, um die öffentlichenGeschäfte nicht zu versäumen. Heinrich hatte we-der die Schwachheit, eigensinnig an seinem Schmer-ze zu kleben, nach den Fehler, sich durch Härte zuHeiken; (46) er hörte noch mehr auf seine Ver-nunft, als auf sein Herz. Schon jetzt schien erdenen, die ihn in sein Zimmer zurück gehen sahen,weniger traurig. In der Folge, da Niemand ihnin feiner Traurigkeit bestärkte, im Gegentheii die Ge-schäfte sie mit jedem Tage verminderten, erhob ersich bald wieder zu dem Zustande, in dem jedervernünftige Mann, der große Ursachen zur Betrüb-niß gehabt hat, sich befindet. Er verdammte sei-nen Schmerz nicht, aber er schmeichelte ihm auchnicht, und er affectirte iwder die Erinnerung daranbey jeder Gelegenheit zurück zu rufen, noch auch fieängstlich zu vermeiden.

Der Herzog von Ioyeuse gab auch damals derWelt viel zu reden. (47) Aus einem Hofmann

K 3 und