nickt einmal gegen die Niederländischen Ri-belli-m ImGeg Ntheil sucht er ihn sorgfältig davon abzuba!v-n.Das Verfahren, welches er gegen diese Provinzen zubeobachten empfiehlt, ist, ihnen allgemeine Verzeihungangedeihen zu lassen und weirer nichts vsn dem Vollezu fordern, als daß es die Spanische Oberherrschaftanerkenne , auf alle die Statthalter, Minister undBeamten, die man dort unterhalten werde, ein wach-sames Auge zu haben; sie weder zu lange noch mit einerzu unumschränkten Gewalt im Besitz ihrer Stellen zulassen, weil man von ihnen am meisten zu fürchten ha-ben würde, wenn fie es sich würden einfallen lassen,sich an die Spitze einer Parkey zu stellen. Im Fallaber Spanien den Krieg nicht vermeiden könne, so sollePhilipp i! sich von den Erfahrungen, die er ihm hier. mittheilt, leiten lassen. Um in einem Kriege glück-lich zu setzn, müsse er ihn nur in jenen vorcheilhastenVerhältnissen anfangen, die von Zeit zu Zeit sich dar-bieten, als Veränderungen der Regierung, bürgerlicheUneinigkeit, Bedürfnisse und Schwachheiten der Mo-narchen, u. s w. Diese Maxime Philipps, daß eingroßer Herr auf das genaueste mit dem Character und denNeigungen der benachbarten Fürsten bekänm seyn müsse,ist so wahr, daß eigentlich in den angrenzenden Staa-ten nie eine Veränderung erfolgen sollte, zu der er nichtschon vorbereitet wäre und in der Verfassung, sie sichin dem erstm Augenblick zu Nutzen zu machen. Erschließt diesen Artikel, indem er den neuen König er-innert, daß ein Gott ist, der die Kriege nicht nach denGrundsätzen der Eroberer richtet, und daß Er einst vordem Richterstuhl dieses Gottes werde Rechenschaftab-legen müssen.
Nach diesen Maximen, die nur blos die auswär-tigen Angelegenheiten angehen, kömmt Philipp auf
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