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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
112
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eignes und durch Karl des fünften Beyspiel, ernstlichzurück zu bringen sucht. Er fügt die Lehren des Kai-serö seines Vaters zu den seinigcn hinzu, ob er gleichgesteht, sie selber nicht genug genutzt zu haben. Erhängt selbst die Aufsätze, die ihm jener hinrerlassenhakte, diesem Testament an, l i 8) damit Philipp III.sie nicht von einander trennen möge. Karl V , Kai-ser, Herr von Spanien und Deutschland, in der Kraftseines Alkers, mir einer festen und gesunden Leibeöberschaffenheic ausgerüstet und mit Ruhm und Glück ge-krönt, entwirft den Plan, die Ungläubigen zu bezwin»gen, alle Mächte Europas mit der seinigen, un kralleReligionen mit seinem Glauben zu vereinigen. —Nach einer langen Reihe von Jahren, mit vergeblichenAnstrengungen hingebracht, legt er alle diese schwm»delnden Ideen zugleich mit seinen Kronen ab. Phi«lipp II, sein Sohn, läßt sich durch dieselbe Lockung rei-tzcn, und es gelingt ihm nur noch schlechter. Dies istes, was sein Nachfolger von ihm erfahren soll. DieVerschiedenheiken der Religionen, der Gesetze und derSitten bey den Völkern von Europa; die große An-zahl fester Städte, womit dieser Welcrheil erfüllt ist,und die eben so viel schwere Belagerungen erfordern;die fast gleiche Stufe , worauf diese Nationen in derKriegskunst stehen; ihr Leichtsinn, der sie stets bereitmacht, sich dem ersten besten zu überlassen, der sicherbietet, sie von dem Joch einer Herrschaft, die mitungeheurer Mühe gegründet ist, zu befreyen: dasalles sind eben so viel Hindernisse gegen diesen ver«führerischen Plan, die Philipp als durchaus unüber»jieiglich betrachtet.

Er räumt ein, daß er ehmals anders gedacht ha-be. Durch daö Feuer seiner Jugend sey er zuerst ge«hindert worden, diese weise Ueberlegung anzustellen;

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