Druckschrift 
[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
109
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bens das schwere Werk dieser Reform unternvmme»haben. Ein großer Theil meiner Idee» stammt vonihm her, und ich hebe verschiedne Aussätze über Ge-genstände, die uns beyde gleich emsig beschäftigten,und die er, so lang sie sind, eigenhändig geschriebenhalte, als einen kostbaren Schatz auf.

Nach diesem allen muß ich aufrichtig gestehen,daß der größte Theil des Lobes, den die Staatsver-waltung unter Heinrich dem Großen verdient hat, ihmselbst mit Recht gebührt. Andere würden unter ihmmit gleicher Treue und weit größerer Geschicklichkeitals ich gearbeitet haben; denn einem König fehlt esnie an guten Dienern, aber den guten Dienern fehltoft der König. Die große Schwierigkeit wird immerseyn, einen Fürsten zu finden, der in dem Mann, wel-cher seine Geschäfte verwalket, nicht iauch den Dienerseiner Laune und seiner Leidenschaften suche; dermit eben so viel Weisheit als Scharfsinn es über sichnehme, zu den ersten Aemtern nur Männer zu rufen,die Rechtschaffenheit, Vernunft und Fähigkeiten imgleichen Grade besitzen; und der endlich, selbst vollerTalente, nicht die Schwachheit habe, andere-darumzu beneiden. Diese Eifersucht des Verdienstes fieyeinem großen Herrn, welche jedoch voraussetzt, daßer selbst nicht davon entblößt ist, thut in gewissem Ver-stände einem Staat mehr Schaden, als sein Haß ge-gen manche Laster Vortheil stiften kann.

Ehe ich aus Bretagne abreisece, machte ich eini-ge Verordnungen in Finanzsachen, welche nach Maas-gäbe der Natur und der Privilegien dieser Provinzverschieden waren. Nachher schickte ich den Rech-nungsmeister Herrn von Maupeou dahin, sowohl umüber die Beobachtung meiner Einrichtungen zu halten,

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