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Das kürzeste wäre, zu sagen, der Mann, deran die Spitze der Staatsangelegenheiten gestellt wird,muß ganz ohne Leidenschaften seyn. Aber es hieße ihnzu gar nichts machen, wenn man ihm eine unmögliche,»der öloS identische Epistenz gäbe; wir wollen also nurvon ihm verlangen, daß er die ganze Niedrigkeit desHochmuchs, die ganze Thorheit des Ehrgeitzeü, unddie ganze Schwachheit des Haffes und der Rachsuchtkenne. Weil ich mich hier auf nichts einlassen will, alswas ihn geradezu und allein angeht, so rede ich nichtdavon, wie niedrig es ist, irgend Jemanden thätlichoder nur mit Worten zu mishandlen, und den Unter-bedienten die Befehle nicht anders zu geben, als imZorn und übler Laune, und mit Flüchen begleitet. DerFinanzminister lebt für das Allgemeine; er muß freund-lich seyn, und für Jedermann zugänglich, auffer fürdie nicht, die ihn zu bestechen suchen-, und vor allenDingen nie den Grundsatz aus den Augen verlieren,der einer der wichtigsten in dem Innern der Staatsver-waltung ist, daß ein großes Land nach allgemeinen Re-geln beherrscht werden muß, und daß die Ausnahmenallein Klage und Unzufriedenheit Hervorbringen.
Die Kenntniß des Ranges und des Unterschiedsder Stande ist diesem Grundsatz gar nicht entgegen;sie ist einem Minister wesentlich nochwenvig, damit ersowohl in seinen Behandlungen die Verhältnisse beob-achte, welche die französische Höflichkeit unter den Stän-den festgesetzt hat, als auch damit er sich vor demZrr-rhum hüte, daßsseinc Reichchümer und sein Kreditihnüder alle andre erhebe. Die Neigung zu dem andernGeschlecht ist eine Quelle von Schwachheiten und Un-gerechtigkeiten, welche ihn ohne Zweifel über die Gren-zen seiner Pflicht hinausreiffen müssen. Die Leiden-schaft für das hohe Spiel wird ihn Versuchungen aus-
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