der bürger!. Unruhen in Frankreich, xix
^ Nicht genug, das; die bekannte Ehrliebe des Ad-^ mirals diese Verläumdung widerlegte — es giebtZeitumsrände, wo man an keine Tugend ql mbt.Der verwilderte Geist des Jahrhunderts duldetekeine Stärke des Gemüths, die sich über ihn hin-^ wegschwkngen wollte. Antoinette von Bourbon,^ die Wittwe des Ermordeten, klagte den Admiral^ kaut und öffentlich als den Mörder an, und seinSohn Heinrich von Guise, in dessen jugendlicherÄÄ Bimst schon die künftige Größe pochte, hatte schonden furchtbaren Vsrssh der Rache gefaßt. Die-sen gefährlichen Zunder neuer Feindseligkeiten er-stickte Katharinens geschäftige Politik; denn sonsw sehr die Zwietracht der Parteyen ihren Trieb^ nach Herrschaft begünstigte, so sorgfältig unter-mil drückte sie jeden offenbaren Ausbruch derselben,M der sie in die Nothwendigkeit setzte, zwischen denWl sireitenden Faktionen Partey zu ergreifen, und»lO ihrer Unabhängigkeit verlustig zu werden. IhremD rinermüdeten Bestreben gelang es, von der Wittwe!Mi> und dem Bruder des Entleibten eine Ehrenerklä--W rung gegen den Admiral zu erhalten, welche dieseniNlch von der angeschuldigten Mordthat reinigte, undM zwischen beiden Häusern eine verstellte Versöhnungbewürkte.
zi> Aber unter dem Schleyer dieser erkünstelten^ Eintracht entwickelten sich die Keime zu emem neuen^ ß bs und