der bürget!. Unruhen in Frankreich, xm
derselben seinen Triumphen die Krone aufzusetzen.Andelot hatte sich mit dem Kern der Armee undden vcrsuchtesten Anführern in diese Stadt gewor-fen, wo noch überdies der gefangene Konnetablein Verwahrung gehalten wurde. Die Einnahmeeines so wichtigen Platzes hatte den Krieg auf ein-mal geendigt, und darum sparte der Herzog keineMühe, sie in seine Gewalt zu bekommen. Aberanstatt der gehofften Lorbeern fand er an ihrenMauern das Ziel seiner Größe. Ein Meuchel-mörder Johann Poltrorde Me're' verwun-dete ihn mit vergifteten Kugeln, und machte mitdieser blutigen That den Anfang des Trauerspiels,welches der Fanatismus nachher in einer Reihe vonähnlichen Greuelthaten so schrecklich entwickelte.Unstreitig wurde die kalvinische Partei) in ihmeines furchtbaren Gegners, Katharina eines ge-fährlichen Theilhabers ihrer Macht entledigt; aberFrankreich verlor mit ihm zugleich einen Heldenund einen großen Mann. Wie hoch sich auch dieAnmaßungen dieses Fürsten erstiegen, so war erdoch gewiß auch der Mann für seine Plane; wieviel Stürme auch sein Ehrgeitz im Staate erregthatte, so fehlte demselben doch, selbst nach demGestandniß seiner Feinde, der Schwung der Ge-sinnungen nicht, welcher in großen Seelen jede Lei-denschaft adelt. Wie heilig ihm auch mitten un-ter den verwilderten Sitten des Bürgerkriegs, wo
die