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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
300
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Zoo

fünfzehn Millionen diejenigen Posten wählte, welcheihm am bequemsten schienen. Wenn er zu seinem Theildie Einkünfte der fünf großen Pachtungen, der zufäl-ligen Einnahmen der Domainen und der Steuern nahm,so konnte er, ohne kühn zu seyn, hoffen, sie in kurzemauf das doppelte, ja auf das dreyfache zu bringen. Ichsprach davon mit Gewißheit, weil ich mich schon mitsichern Leuten bekannt gemacht hatte, welche sich erbo»ten, die Pachtungen mit einer ansehnlichen Erhöhungzu übernehmen. Mir dem was dem Vernunstkaehübrig blieb, verhielt es sich ganz anders, und ich hätteallenfalls dem König Bürgschaft leisten wollen, daßunter andern der Sou 6 von Livre nach Abzug allerUnkosten, nicht mehr als höchstens 200,000 Thaier rei-nen Ertrag bringen konnte.

Die Ursach aber, warum ich in dem Staatsrathnicht hatte nach dieser Idee stimmen wollen,- war, weilich eS für bester hielt, wenn sie von dem König al-lein zu kommen schiene. Er hörte mir aufmerksam zu,doch fürchtete er noch lange, ich möchte ihn durch die*sen Rach zu einem falschen Schritte verleiten, welcherhernach durch kein Mittel würde zu verbessern seyn.Nachdem er aber meine Gründe reiflich Überlegt hatte,beschloß er, mir zu folgen^

Am folgenden Tage stimmte der versammletStaacsrath wie gestern, und ich, wie die Andern.Der König setzte sie in das größte Erstaunen, da er er-klärte, er könne die Meynung seiner Ruthe nicht an-nehmen. Er gierig nun in die Versammlung der No-tablen, und machte ihnen bekannt, daß er, nach seinemEntschluß aus allen Kräften die Neigungen einer soweisen Gesellschaft zu unterstützen, ohne einige Ein-schränkung oder Abänderung das Project annähme,welches in drey Artikel gecheilc werden müsse, die Er-'richtung des neuen unabhängigen Raths, die Verthei«.