ren. Sie konnten durchaus nicht mit einander einswerden, noch einen zusammenhängenden Entschluß fas.sen. Man wußte nicht, sollte man den Frieden wün.schen , oder den Krieg fortletzen. Der eine sagte, essey nichts zu thun, als wieder in das Feld zu rücken,und alles um alles zu wagen. Ein andrer glaubte,man könnte den ganzen Anschlag vernichten, wenn manacht oder zehn der vornehmsten Katholiken, die nochnicht auf ihrer Hut waren, und besonders die Urheberdes Komplokö gefangen nähme. Andre, etwas ge-mäßigter oder vielleicht nur ihrer Sachen weniger ge»wiß, sagten blos, Man müsse unterhandeln und einenVergleich suchen ; ohne dabey angeben zu können, wiedas geschehen sollte. Ich ergrif diese Aeußerung, undindem ich sie an etwas vernünftigeres kettete, machteich, daß der Rath zur Unterhandlung die Oberhandbehielt. Man wußte, daß ich einigen Einfluß auf denGrafen von Soissons, und freien Zutritt bey dem Kar-dinal von Bourbon hatte. Dieser lezte sagte mehr-mals öffentlich, ob ich gleich ein Hugenot wäre, sokennte er doch Niemanden, zu dem er so viel Zunei-gung hätte, als zu mir. Ich both mich zur Mittels-person bey diesen beiden Prinzen an, um sie dahin zubringen, den Ueberredungen der Feinde desKönigS keinGehör zu geben. Um noch sichrer zu gehen, versprachich, mir Mühe zu geben, ihre Kreaturen und Rach-geber zu gewinnen, vorzüglich den Abt von Bellozaneund die Durecs, die Vertrauten des Grafen von Sois-sons, und Madame des Rosieres, eine gute Freundindes Kardinals.
Niemand widersprach dieserMeinung; ohne Zwei-fel , weil die Versammlung, die die Erklärung gehörthatte, sich jezt zu schwach fühlte, um sogleich die Feind-seligkeiten wieder anzufangen, und also in dem uu-
gen-