XLn Fortges. Gesch. der ftanzös. Unruhen,
und ließ die heiligen Gefäße und Zierrathen ein,schmelzen. Der Reichthum der Kirchen war einezu große Lockung für die Habsucht der Prokestan-ten und die Emweyhung der Hciligthümer für ihreRachbegierde ein viel zu süßer Genuß, um derVersuchung zu widerstehen. Alle Kirchen, derensie sich bemeistern konnten, die Klöster besonders,mußten den doppelten Ausbruch ihres Geizes undihres frommen Eifers erfahren. Mit dem Rauballein nicht zufrieden, entweihten sie die Heiligthü-mer ihrer Feinde durch den bittersten Spott, undbeflissen sich mit absichtlicher Grausamkeit die Ge-genstände ihrer Anbetung durch einen barbarischenMuthwillen zu entehren. Sie rissen die Kirchenein, schleiften die Altäre, verstümmelten die Bil-der der Heiligen, traten die Reliquien mit Füßen,oder schändeten sie durch den niedrigsten Gebrauch,durchwühlten sogar die Gräber, und ließen dieGebeine der Todlen den Glauben der Lebendenentgelten. Kein Wunder, daß so empfindlicheKränkungen zu der schrecklichsten Wideroergeltungreihten, daß alle katholische Kanzeln von Ver-wünschungen gegen die ruchlosen Schänder des
Glau-