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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
XXXVIII
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xxxvl i l Fortges. Gesch. d. französ. Unruhen,

trauens aus dem Wege geräumt war, wußte dieseverschlagene Fürstin, der es eigentlich' nur darumzu thun war, sich der Tyrannen sowohl des Einen,als des andern Theils zu entledigen, den Prinzenvon Conde, durch den Bischvff von Valence ih-ren Unterhändler, mit arglistiger Kunst dahin zuvermögen, daß er sich erbot, mit seinem ganzenAnhänge das Königreich zu verlassen, wenn nurfeine Gegner das nehmliche thäten. Sie nahmihn sogleich beym Worte, und war im Begriff,über seine Unbesonnenheit zu triumphiren, als dieallgemeine Unzufriedenheit der ProtestantischenArmee und eine reifere Erwägung des übereiltenSchrittes, den Prinzen bestimmte, die Conferenzschleunig abzubrechen, und der Königin Betrugmit Betrug zu bezahlen. So mißlang auch derletzte Versuch zu einer gütlichen Beylcgung, undDer Ausschlag beruhte mm auf den Waffen.

Die Geschichtschreiber sind unerschöpflich inBeschreibung der Grausamkeiten, welche diesenKrieg bezcichncten. Ein einziger Blick in dasMenschenherz und in die Geschichte wird hinrei-chen , uns alle diese Unthatcn begreiflich zu ma-chen. Die Bemerkung ist nichts weniger als neu,daß keine Kriege zugleich so ehrlos und so un-menschlich geführt werden, als die, welche Reli-gionsfanatismus und Parteyhaß im Innern einesStaats entzünden. Antriebe, welche in Ertödung

alles