welche der Reg. Heinrichs IV. rc. xnr
gionseifer war die einzige Schwäche, und Hab-sucht das einzige Laster, welches dis Tugenden desMontmorency besteckte und wodurch er den hinter,listigen Jntriguen der Guisen eine Blöße gab.Die Guisen, mit dem Marschall und der HerzoginLurch gemeinschaftliches Interesse verknüpft, be-nutzten diesen Umstand, um den Connetable zu ih-rer Partey zu ziehen, und es gelang ihnen nachWunsch, indem sie die doppelte Triebfeder desGeizes und des Religionseifers bey ihm in Be-wegung setzten. Mit arglistiger Kunst schildertensie ihm. den Angriff der Kalvinisten auf ihre Be-sitzungen als einen Schritt ab , der zum Untergangdes katholischen Glaubens abziele, und der be-thörte. Greis gieng um so leichter in diese Schlin-ge, je mehr ihm die Begünstigungen schon miß-fallen hatten, welche die Regentin seit einiger-Zeitden Kalvinisten öffentlich angedeihen ließ. Zu die-sem Betragen der Königin, welches so wenig mitihrer übrigen Denkungsart übereinstimmke, hat-ten die Guisen selbst durch ihr verdächtiges Einver-siändniß mit Philipp dem Zweyten, König vonSpanien die -Veranlassung gegeben. Dieserfurchtbare Nachbar Frankreichs, dessen unersätt-liche Herrschsucht und Vergrösserungsbegierde frem-de Staaten mit lüsternemjAuge verschlang, indemer seine eignen Besitzungen nicht zu behauptenwußte, hatte auf die inner» Angelegenheiten dieses
Reichs