daß Don Juan von Oestreich auf seiner Durchreise durch Frank-reich nach Flandern den Plan dazu mit dem Herzog von Guiseverabredet habe. Das Kollegium von Fortet hielt man fürdie Wiege der Ligue; ein Advokat, Namens David soll dieAufsätze darüber nach Rom gebracht haben. Aus eben diese»Aufsätzen, die man in den Äemoires äe 1u t. i. fin-
det, und welche die Hugenotten auffiengen, erhielten sie dieerste Gewißheit davon. Es ist unwahrscheinlich, daß, wieeinige geglaubt haben, dieser Advokat, welcher unterwegeSstarb, bloß aus eignem Antrieb gehandelt habe. Heinrich III.verdient gewiß alle Vorwürfe, die ihm der Herzog von Sullymacht. Er hatte überzeugende Beweise von den Absichtender Feinde des königlichen Ansehns. Indem er das Pazifi-kationS Edikt von 1577 brach, sagte er laut: „ich fürchte„sehr, daß wir die Messe auks Spiel setzen, indem wir die„reformieren Predigten abschaffen wollen." Man versichert,daß er alle Geheimnisse der Ligue von einem Edelmann Na-mens la Rocetce erfuhr, dem sie anvertraut waren, und dersich gutwillig auffangen ließ, um alles ohne Gefahr entdecke»zu können. Endlich ist es auch gewiß, daß, als der Herzogvon Guise r;84 und lZ85 seine Parrey die Larve abnehmenließ, er noch so schwach war, daß er höchstens auf 4000 MannInfanterie und rooo Pferde rechnen konnte. Auch antwor-tete er, als Beauvais-Nangis ihn eines Tages fragte, was«r zu thun gedächte, wenn der König ihn angriffe: „Mich so„schnell als möglich nacb Deutschland zu retten, und eine bes-„ftre Gelegenheit abzuwarlen." Dieß erzählt Nangis selbst inseinen Memoiren.
2Z.
(s>. 88. Er schickte den Herzog von Joyeuse rc.)
Anne, Herzog von Joyeuse, der älteste der sieben SöhntWilhelms von Joyeuse.
24.
(s,. 88. Das berühmte Edikt vom Julius rc.)
Dieß war der Traktat von Nemours, der Triumph derLigue und die Schande Heinrichs des Zten. Heinrich IV. sagtejn Gegenwart Matthieus, der es !. 8- erzählt, zu dem Mar-quis von la Force, in dem Augenblick, wo er diese unwürdige
Schwach-