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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
290
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2 HS

20 .

(x. 85- das Fräulein von Courtenay zu besuchen rc.)

Anne von Courtcnay, eine jüngere Tochter Franzens vonCourtenay, Herrn von Bontin.

2 !»

(k>. 88- gegen das Ende des Jahrs riß mich einBrief rc.)

Da der Friede erst in dem folgenden Jahre gebrochenwurde, so sagen uns die Urkunden dieses und des vorigenJahrs wenig von Dem König von Navarra. Le Grain cr--zalk ein Abentheuer, das er mit dem Kapitän Michau hatte,welcher den Spanischen Dienst zum Schein verlassen, und zuDem König von Navarra gekommen war,, in der Absicht ihnzu tödtcn.Eines Tages, sagt er, da Heinrich in dem Wal-de von AilaS jagre, sah er den Kapitän Michau hinter ihmHerkommen, der sehr gut beritten war, und ein Paar Pistolenmit Aündkraut und Lunte am Sattel hatte. Der König warvon seinem Gefolge entfernt, wie dieß auf der Jagd leichtmöglich ist. Als er den Kapitän erblickte, rief er ihm miteinem dreisten und sichern Ton zu: Steig ab, Michau, ichwill versuchen, ob dein Pferd wirklich so gut ist, als du sagst.Mickau gehorchte, und stieg ab. Heinrich setzte sich auf dasPferd und nahm die beiden Pistolen," Willst du hier Jeman-den tödten ? sagte er. Man hak mir gesagt, du willst michermorden, aber jezt kann ich dich selbst todr schießen, wennich will.Mit diesen Worten schoß er die beiden Pistolen inDie Luft ab, und befahl dem Kapitän, ihm zu folgen. Dieserwachte große Entschuldigungen, nahm zwey Tage nachher Ab-schied, und man hat ihn nie wieder gesehn." Oecnäe ä'Uen-ri le 6r. I. 8- öusbec, der damals als Gesandter KaiserRudolfs des 2ten in Paris war, versichert uns in seinenBriefen, daß ein dazu (von Wem, sagte er nicht) angestell-1er Mensch um diese Zeit dem König von Navarra Gift bey-brachte, welches aber ihm nichts schadete, entweder wegen derStärke seiner LeibeSbcschaffenheit, oder weil eS zu schwachwar; daß derselbe Mensch nachher mit einem Pistol nachihm schoss und ihn fehlte j daß man ihn crgrif und auf dieFolter brachte, aus Heinrichs des Zten Betragen bey dieser