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von lauter Calvinisten umgeben war, bemerkte während der-selben, daß diese sehr leise mit einander redeten und sie sehrscheel ansahen. Sie glaubte in diesem Augenblick die größteGefahr in ihrem Leben auSgestandcn zu haben. Auf demRückwege drang sie so sehr in den König, zu erfahren wovondie Rede gewesen wäre, daß er nicht umhin konnte, eö ihrmit seinen gewöhnlichen Flüchen zu verstehn zu geben, indemer sagte, sie verdürbe alle Angelegenheiten, und dergleichenWorte mehr. Katharine, deren Furcht immer zunahm, er«sann eine andere List, welche ihr glückte. Sie stellte ihremSohn so nachdrücklich vor, er wäre auf dem Punkt in dieSchlingen zu fallen , welche, wie sie glaubte, der Admiralihm stellte. Er würde nächstens den Hugenotten, die sich mit1>em Fremden vereinigt hätten, ausgeliefert werden, ohne et-was von seinen katholischen Unterthane« hoffen zu dürfen,welche aus Verdruß, sich verrathen zu sehn, ein anders Ober-haupt erwählt hätten. S>e wurde hierin von den andernRathen, den Marschall von Retz allein ausgenommen, sogut unterstützt, daß Karl selbst von Besorgnis; ergriffen zudem äußersten Gcgemheil übergieng, und der erste war, derdahin stimmte und selbst heftig darauf dranq, man solltenicht nur den Admiral, sondern alle Hugenotte» ermorden,damit, sagte er, kein Einz-ger übrig bliebe, der es ibm vor-werfen könnte. Daran wurde nun auch den ganzest Tag,den Abend und die aanze Nacht gearbeitet. Mit Tages An-bruch traten Karl IX. seine Mutter und der Herzoa von An-jou auf den Balkon des Louvres heraus. Bru dem erstenPistolenschuß, den sie hörten, überfiel sie Schrecken undNeue. Der K^niq schickte dem Herzog von Guste einenBefehl, die Sache aufzuschieben', dieser aber antwortete,der Befehl käme zu spät. Sie schöpften nach und nach selbstw-rverMutb, und bothen nun die Hände zu allem was nach-her noch vorgieng.
ES scheint, daß man diese verschiednen Meinungen Keysbehalten könnte, ohne die Beweise beider Parteien zu ent-kräften. Vielleicht ließ Karl IX. der in der Thar den Ad-miral nur nach Paris gerufen hatte, um ihn ins Verderbenzu ziehen, sich in der Folge durch die Reden desselben er-schüttern. Vielleicht qienq er mehr als einmal von einer derentgegengesetzten Meinungen zur andern über, und wurdedurch alle diese Reden beider Parteien in eine Unentschlossen-