Liese heftigen AuSbrücke Karls aufrichtig waren; ob nicht,wenn er gleich Anfangs alle Anschläge der Königin Mut«ter zu billigen schien, er doch vielleicht am Ende durchdie Privatunterredungen mit dem Admiral gewonnen wur-de, wo dieser ihm unaufhörlich die Folgen der schlechten Re-gierung Katharinens vorstellre und ihn aufmahnte, sich vonihr unabhängig zu machen. Villeroy's Staatsmemoiren<t. 2 . ;; und 66) und andre Schriften aus dieser Heit
fumen dafür so starke Thalsachen an» daß man sich schwer«nlschließk zu entscheiden. Wenn man den Memoires de Tau-vnes glauben soll, so war Karl so wenig mit seiner Muttereins, daß dieser kein ander Mittel wußte, ihr wankendes An-feh ,u erhalten» als die Ermordung des Admirals Er verrsichert, daß Maurevert ohne Karts Vorwissen dazu angestelltwurde. Von der andern Seite glaubt Marthien (t. i. I. 6)guten Grund zu haben, zu behaupten, daß der König den Ad,nnral vom Ansang biS «ulest betrog. Er erzählt, wie dieserFürst, da einige seiner Raths sich dem Vorschlag die Hugenot»ten zu vertilgen, widerfttzken, ihnen mit Hitze zeigte, daßdas Reich zu Grunde gehen müsse, wenn dieses nicht geschä-he, und zwar noch in derselben Nacht, weil cS nachher un-möglich seyn würde, die Absichten der Rebellen zu hintertrei.Len, von welchen er sehr gut unterrichtet zu sevn vorgab. Alledie, welche diesen Entschluß nicht billigen würden, setzte erhinzu, wgren nicht seine treuen Diener.—Dieser Schriftstel-ler muß jedoch übersehen haben, baß er kurz nachher (p. ;S-)seinen eignen Beweis zerstöhrt, indem er gewisse Reden an-fiührk, die Heinrich III. als er in Pohlen war, gegen seinenArhr Miron führte. Heinrich, damals noch Duc d' Anjou,als er wenige Tage vor der Bartholomaus Nacht in das Zim-mer seines Bruders trat, bemerkte, daß dieser ihn mit sozornigen Augen und so wüchenden Blicken ansah, daß erFurcht zu schöpf» begann, und sich lesse nach der Thür zu-rück zog, um seiner Mutter Nachricht davon z» geben. Die-so. war durch das, was ihr selber begegnet war, nur zu ge-neigt ihm zu glauben, u d sie beschwß, den Admiral unver-züglich ans der Well zu schaffen. Maurevar hatte ihn nurverwundet, da Katharina und der Herzog von Anjou dahernicht hindern konnten, das; der König ihn besuchte, so be-schlossen sie ihn zu begleiten. Unter dem Vorwand. Colig«np'S Kräfte zu schoneo, unterbrachen sie seine geheime Unter-redung mit Karm, so oft es angieng; und Katharine, die
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