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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
260
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' vergeben, daß sie uns einen so viel verspürenden Jünglingraubt." In einem andern Briefe heißt es :Ob er gleich einwenig hochblond ist, so finden ihn doch die Damen darumnicht weniger angenehm. Sein Gesicht ist sehr wohl gebildet,die Nase weder 'zu groß noch zu klein; er hat sanfte Augenund eine bräunliche aber sehr reine Farbe; das alles wird voneiner so wenig gemeinen Munterkeit belebt, daß er sehr un.glücklich» sehn muß, wenn er bey dem andern Geschlcchtc nichtg-.t steht."Er liebt den Wein und eine gute Tafel,"sagt ein Andrer, wenn er kein Geld hat, so weiß er geh wel-ches zu verschaffen, und das auf eine ganz neue Art, die fürdie Andern und für ihn selbst gleich verbindlich ist. Er schicktdenen, die er für seine Freunde hält, ein schriftliches vonihm selbst unkerzcichnctes Versprechen, und bittet, ihm dießBillet, oder die Summe, die darauf steht, zu schicken. Ur-iheilen Sie, ob irgend ein Haus es ihm abscblagen wird.Man macht sich eine große Ehre daraus, von diesem Prinzenein Billet zu haben. 1. L. p. 586.

32.

Mein Lam, sagte Heinrich von Albret, hat einen Löwe»gebohren.Aus einer geheimen Ahndung setzte er hinzu,dieß Kind sollre der Racher der Beleidigungen werden, dirSpanien ihm angethan hätte. ?ere5. 1. c.

- 2Z.

Welche die Türken in diesem Jahre gegen Dom Juan»on Oestreich, den natürlichen Sohn Karls des gchen, und Ge-neralissimuS der Spanischen Truppen und der Venetianer,»crlohren.

24.

Anton von Bourbon, der Gemahl Johannes vonlAlbret,der Königin von Navarra. Er wär katholisch geworden.Der Herr von Thou führt einen Zug von ihm an, de» Vol-taire mit folgenden Worten erzählt:Franz von Guise woll-te ihn in dem Zimmer Franz des irren ermorden lassen. An-ton besaß unerschrocknen Mnth, ob er gleich nur einen schwa-chen Geist halte. Er erhielt Nachricht von dem Anschläge,aber er gieng doch in das Zimmer, wo er ermordet werdensollte. Wenn sie mich umbringen, sagte er zu Reinsp, einemEdelmann ln seinen Diensten, so nehmt mein blutiges Hemd,

und