S59
21 .
Er wurde in dem Schlosse tlvarasse kn B-aru, mittelzwischen Felsen und Bergen erzogen. — Heu-nct) von Albtetließ ihn! dieselben Speisen und eben die Erziehung, als denandern Kindern in Viesem Lande geben. Er mußte sich ge-wöhnen zwischen den Felsen zu klettern und zu laufen. —Man sagt, daß er geineiniglich nichts als schwarzes Brodt,Rindfleisch, Käse uno Knoblauch zu essen bekam, und daßer sehr oft im bloßen Kopfe und baarsuß gehen mußte,kereb. ibick.
In der Wiege wurde er Prinz vonViane genannt; baldnachher bekam er den Titel eines Herzogs von Beaumont,und in der Folge, eines Prinzen von Navarra. Seme Mut-ter, die Königin von Navarra erzog ihn sehr sorgfältig. Siegab ihm la Gauchene, einen sehr geschickten Mann und eifrigenKalvinisten zum Lehrer. Da er noch in der Kindheit Hein-rich dem 2ten vorgesicllt würde, sagte dieser zu ihm r Wulstdu mein Sohn ft»n? Der kleine Prinz antwortete im Bear-nischen Dialect, indem er auf den König von Navarra zeigte:dieser hier ist mein Vater. — Gur, fuhr der König fort,willst du aber mein Schwiegersohn werden? - O ja, rechtgern, erwiederte er. — Die Helrath wurde damals gleich be-schlossen. — — Der Herzog von Medina sagte, als er ihnzu Bajonnesah, ich halte dafür, dieser Prinz wird Kaiser,oder sollte es werden. — Ln^et. P. i. 1.1. p. 241 rc. In denNemmres che Revers finden sich einige Briefe von den vor-nehmsten Magistraköpersonen in Bordeaux, welche 1567. ge-schrieben sind, und einige interessante Umstände von der Per-son des jungen Heinrichs ciiti-alten. „Der Prinz vonBearnist jezc hier. Wan muß gestehn, daß es ein liebenswürdigesGeschöpf ist. In dem Älter von iz Jahren besitzt er alleEigenschaften eines Jünglings von rg bis 19 Jahren. Erist angenehm, höflich, verbindlich. — Er geht mit aller Weltso ungezwungen um. daß man sich überall zu ihm drängt.« Inallen Stücken ist sein Betragen so edel, daß es stets einengroßen Fürsten verrärh. Im Gespräch zeigt er sich als einenrechtschaffne» Mann. Er spricht immer zur rechten Zeit, undwenn die Rede von Hofe ist, sieht man deutlich, daß et gutunterrichtet ist, und nie etwas sagt, als was er an seinerStelle sagen muß. Ich werde es der neuen Religion nieR s ver-