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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
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Seite
188
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gegen den andern thun würde. Da ich mich nicht zuseinen Füßen werfen konnte, um meine Dankbarkeitaußzudrücken; so mußte ich mich begnügen, ihm, sogut ich konnte, zu versichern, daß ich mit Vergnügentausendmal mehr für ihn leiden würde. Er hatte sichvon allen Gefahren, die ich in der Schlacht ausgestan-den hatte, unterrichten lasten, und fragte mich mit einerverbindlichen Unruhe, ob auch alle meine Wunden sowären, daß ich hoffen dürfte geheilt zu werden, ohnean irgend einem Theile meines Körpers verstümmeltzu bleiben? Dieß schiene ihm fast unmöglich, da erwüßte, daß ich niedergeworfcn, zerstoßen und von denPferden getreten worden wäre. Da er erfuhr, daß ichdas nicht zu befürchten hätte, fiel er mir um den Hals,wendete sich gegen die Prinzen und Großen seines Ge-folges, und sagte laut, daß er mich mit dem Titel einesachten und tapfern Ritters beehrte; ein Titel, setzte erhinzu, den er weit höher schätzte, als den, eines Rittersvon seinen Orden. Er fürchtete, daß es mir schadenmögte, wenn ich zu viel redete, und endigte diese Un-terredung mit seiner gewöhnlichen Versicherung, daßich an ollen dem Glück, welches der Himmel ihm zu-schicken würde, Theil haben sollte. Ohne mir Zeit zulassen, ihm zu antworten, entfernte er sich, indem ermir zurief:Lebt wohl, mein Freund, sorgt daß ihrbesser werdet, und seyd gewiß, daß ihr einen Herrnhabt, der euch liebt." Es giebt Fürsten, die der Er-kenntlichkeit und Dankbarkeit fähig sind; aber wie sel-ten ist es, daß Diese Gesinnungen im Glücke sich erhal-ten, oder gar noch vermehren!

Vier-