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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
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Thorigny das Lösegeld für ihn verlangen können, undViele riechen mir auch, es zu thun, aber ich wollte nicktnoch dadurch seinen Schmerz über den Tod eines Man-nes, den ich selber genau gekannt hatte, vermehren.

Es wahrte nicht lange, so sammleten sich eine ganzeMenge Menschen um mich, die mir alle mein gutes Glückbeneideten. D' Andelot kam noch nach den Andern,drang durch die Menge, und erblickte Sigogne und denEdelknaben, der die Standarte trug. Er wollte sicheben derselben bemächtigen, indem er glaubte, daß daöSchicksal ihm diese Beute zugedacht hatte, als auf ein-mal sich ein Gerücht verbreitete, daß die Feinde sich wie-der sammleten. Dieß zwang ihn fortzueilen, ehe ichZeit gehabt hatte, ihn aus seinem Jrthum zu reißen,denn er verschwand wie ein Pfeil, nachdem er dem Edel-knaben befohlen hatte, ihm die Standarte aufzubewah-ren. Die Nachricht war falsch, und bloß daher entstan-den, weil zweihundert Mann, die die Herren von Hu-mieres, Mouy und la Boißiere dem Herzog von Mayen-ne aus der Picardie zusührten eben angekommen waren.

Da ich von dem Gedränge befreit war, und Ruhesehr nöthig hatte, besonders wegen meiner Wunde ander Hüfte, durch die ich viel Blut verlohr, so suchte ichdie Spitze des Regiments Vignelles zu erreichen, wel-ches sich in der Schlacht großen Ruhm erworben hatte.Hier ließ ich, weil ich nun keinen Ueberfall mehr be-fürchtete, einen Feldscheer kommen, um meine Wun-den zu verbinden, und forderte ein wenig Wein, ummich für einer Ohnmacht zu bewahren, der ich michnahe fühlte. Sobald ich mich nur etwas erholt hatte,begab ich mich nach Anet, wo mir der Schloßvogt einZimmer einraumte und wo man in Gegenwart desMarschalls von Biron, der einige Minuten nach mirankam, und sich eine kleine Mahlzeit in mein Zim-

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