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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
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Einer von meinen Verwandten, der mitmir Einen Namen hatte, führte den Vor-trab dieses Heers; er erhielt Befehl von seinem General,im Vorbeygehn Paßy wegzunehmen. Ich gab deinKönig von seiner Annäherung Nachricht, der in seinerAntwort mir überließ, zu thun was ich gut lande. Ichbeschloß daher, mich zu wehren; und obgleich der Herrvon Roßny mir selber schrieb, »in mir vorzustellen, daßes eine Verwegenheit wäre, mich in einem Platze bela-gern zu lassen, der nicht einmal Mauern hatte, und mirdabey sehr vortheilhafte Bedingungen anboth, so ließ ichmich doch dadurch nicht bewegen. Ich dankte ihm fürseine Höflichkeit, und ließ gleich in der Nacht an einemGraben arbeiten, der wenigstens die Besatzung deckenkonnte. Zum Glück hatte der Feind nicht Lust, bey einemso unbeträchtlichen Orte, den er bloß im Vorbeygehnhatte wegnehmen wollen, seine Zeit zu verliehren. Amandern Morgen merkte ich an dem Lerm der Wagen unddes Gepäckes, daß die Armee ihren Marsch fortgesetzt hat-te, welches mich aus einer großen Unruhe zog. Wahrenddieser Nacht, die ich ganz unter freiem Himmel zubrach-te, um an der Bevestigung von Paßy zu arbeiten,glaubte ich ganz deutlich zwo Armeen am Himmel zusehen, welche einander eine Schlacht lieferten. Ichweiß nicht, ob es Wirklichkeit oder Täuschung war,aber dieser Gegenstand drückte sich meiner Seele so tiefein, daß der Inhalt eines Briefes, den ich am folgen-den Tage von dem Könige erhielt, mich gar nicht be-fremdete. Er schrieb mir darin, daß die Armee desHerzogs von Mayenne, mit den Spaniern vereinigt,herangerückt sey, um ihm eine Schlacht zu liefern;daß er sich gleich an dem Tage, wo er mir schrieb, da-raus gefaßt gemacht habe, die Zeit sey aber mit kleinenScharmützeln, Lagerplätze zu wählen, und vortheil-hafte Stellungen zu nehmen, hingegangen, und dasvl. Denkwürdigk. l. B. M Tref-