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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
149
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in Argenton gedrungen war, so eilte er dahin, und kamso zur rechten Zeit an, daß er die Feinde wieder ver-trieb, ehe noch die Unterstützung, durch die sie sich da-rin zu behaupten hofften, ankommen konnte. Er mach-te Beaupre' zum Gouverneur dieses OrtS, nachdem ichdas Schloß besichtigt, und ein Verzeichnis; von den da-rin enthaltnen Kriegsvorrathen aufgesetzt hatte.

Die Ermüdung von diesen hauffigen und so schnel-len Reisen zog mir bey meiner Zurückkunft ein Fieberzu , welches mich zwölf volle Tage im Bette hielt. Du-Pleßis-Mornay wußte sich diesen Zufall so gut zuNutze zu machen, daß er mir die Ehre eines Vertragsraubte, wobey er weiter keine Mühe gehabt hatte, alsihn aufzufetzen, und woran der MarguiS von Rambouil-let weit mehr Antheil hatte, als er. Er wurde zu Ple-sis- leö- Tours, zur größten Zufriedenheit beider Königevöllig zu Stande gebracht. Zum SicherheitS-Platzwurde Saumur bestimmt, und du-Pleßis ermangeltenicht, sich zur wohlverdienten Belohnung, den Vertraggeschloffen zu haben, zum Gouverneur dieses Orts machen'zu lassen. Dieß Verfahren schien mir so unregelmäßig,daß ich mich nicht enthalten konnte, ziemlich laute Klagenüber ihn und den König von Navarra zu führen, dereinen andern mit der Frucht meiner Mühen belohnte.Der Graf von SoiffonS, der nie, weder an dem allge-meinen Besten, noch an der öffentlichen Freude Gefal-len hatte, bediente sich dieser Gelegenheit, um zu ver-suchen , ob er mich in seine neuen Entwürfe verflechtenkönnte; auf der andern Seite lagen mir meine Brüderan, bey dem König Dienste zu nehmen. Ich verwarfaber selbst einen solchen Gedanken; und meme Treuegegen meinen Herrn erhielt sich in dieser Versuchung,die manches verführerische hatte. Wenn ich jezt be-denke, haß die Stelle eines Gouverneurs von SaumurK z mich