hem ersten Schrecken wegzunehmen hoffte.. Nachhersah er nichts mehr, das ihm widerstehen könnte; dennher Ehrgeiß gleicht jenem Vogel in der Fabel, welcherstarke Flügel und einen unersättlichen Hunger hat.
Der Vikomee von Turenne, welcher gleiche Msichten auf simosin und Penigard hatte, wo er schongroße Güter besaß, betrug sich eben so. Er nahm allehie Truppen, welche unter seinen Befehlen standen,und allein den dritten Therl der Armee ausmacbten, mitsich, und belagerte Sarlat, besten Eroberung, wie ersich schmeichelte, alle, bis auf den geringsten Soldaten,reich machen sollte. Er machte blos das Sprüchwortwahr, daß, wer viel verspricht, wenig halt. Er bekamvor diesem geringen Orte einen StoS, der ihn endlichvon der Eitelkeit seiner Ansprüche hätte überzeugen sol-len, und hatte dabey das Unglück, von Niemanden be--dauert zu werden; am allerwenigsten von dem Könige,zveil er alles gegen den. Rath desselben unternommenhatte..
Der- Graf von Soissons wußte seine Absichten sei-ner zu verbergen. Doch ist es gewiß, daß seine neueAnhänglichkeit an den König von Navarra darum ebenauch nicht aufrichtiger, sondern blos durch seinen Eigen-nutz eingegeoen war. Er hatte gewußt, das Herz derMadame Katherine, einer Eichwester des Königs zugewinnen, und unterhielt ihn immer von seinem Wunsch,,sich durch diese Heirath noch enger mit ihm zu verbin-den, Aber hinter dieser Absicht steckte ein Plan, derzu schändlich war, als daß er ihn hätte dürfen merkenlassen. Er wollte durch diese Verbindung sich in alleRechte des Königs von Navarra einschiebcn lassen. Daer gar keine Wahrscheinlichkeit sah, daß dieser Fürst,der den Pabst, die Spanier, und das Katholische Frank-reich zu erklärten Feinden hatte § jemals seine Zwecke
würde