Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

unser Geschütz ein so fürchterliches Feuer an, daß jederSchuß zwölf, fünfzehn, ja bis fünf und zwanzig Mannwegnahm. Sie hemmte sogleich den Ungestüm derFeinde, und wurde ihnen so beschwerlich, daß, um sichdagegen zu sicher», sie sich ausbreiten und trennen muß-ten, und nun den Angriffen des Königs, des Prinzenvon Conde, und des Grafen von Soissons, die an derSpitze von drey Schwadronen herbey geeilt waren, nuroch einen übel zusammenhängenden und schlecht unter-ssützten Körper entgegenstellten. Diese drey Prinzenfochten mit bewunderungswürdiger Tapferkeic. Siewarfen alles nieder, was ihnen widerstand, und tratendie Sieger zu Boden, Ihre Harnische waren überund über voll Beulen. In einem Augenblicke hattesich die ganze Schlacht geändert, und der Tod des katho-lischen Feldhcrrn gab den Reformimn einen vollkom-menen Sieg.

So bald ich sich, daß' die Feinde die Flucht ergrif-fen, verließ ich das Geschütz, welches jezt unbrauchbarwurde. Ich ließ mir mein Pferd geben, welches Boiö-Preuil hinter den Kanonen hielt, und eilte, von meinenBrüdern Nachricht einzuziehen« Ich hatte den Trost, erfahren, daß keiner von ihnen in der Schlacht ge-blieben war. Den König von Navarra traf ich an,beschäftigt, die Flüchtlings zu zerstreuen, und seinenSieg zu vollenden, dessen er sich nicht eher gewiß hielt,.als bis er nichts mehr sähe, daß ihm hätte Widerstandthun können. Die Körper des Herzogs von Joyeuseund seines Bruders Saint - Sauveur wurden untereinem Haufen Leichname hervorgezogen, und in einen >Saal des Schlosses Coutras getragen, wo sie auf einemTische, nur mit einem schlechten Tuch, das man über ^sie herwarf, bedeckt, liegen blieben.