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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
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deten ihn nebst einigen von seinen Leuten, und be-mächtigten sich des Schlosses. Dü Hallot, welcherdie Veränderung des Hofes noch nicht wußte, ließ diesesgeschehen, und hielt auch das Volk im Zaum, indem erihm verstellte, daß die beyden Soldaten auf Befehl desKönigs so gehandelt hätten. Er blieb in seinem Jrr-rhuin, bis er selbst, da er in das Schloß eingelassen zuwerden verlangte, die Treulosigkeit des Rochemorte undFreßne erfuhr; und mußte nachher auf dem Rade dafürsterben, daß er sich hatte betrügen lassen. Bis dahinwar noch alles gut für Len König von Navarra und denPrinzen von Conde' gegangen ; aber nun traf das Un-glück auch sie. Rochemorte hatte sich durch die Katho-liken, welche das Schloß eingefchlsssen hielten, auf disBrücke hrnaus locken lassen; auf einmal sieht er, daßman unkerdeß das Schloß überrumpeln, ihn selbst abergefangen nehmen will. Er eilt nun, wieder hinein zukommen. In dem Tumult aber, denken die, welchedarinnen sind, blss daran, die Brücken schnell auf zuziehen. Rochemorte hält sich an den Ketten fest, sieglitschen ihm aber aus den Händen, und er stürzt in denGraben, wo ein Hirsch, den man darin unterhielt, ihnvollends umbrachte. Freßne blieb nun allein noch üb-rig». Zween Tage nachher war er auf der Brustwehrder Mauer, ivo er sich völlig sicher hielt, eingeschlafen,und ein Schuß aus einem Karabiner, der vom entge-gengesetzten Ufer des Flusses, also über fünfhundertSchritte weit herkam, stürzte ihn todt herab. Nunverjagten die Katholiken den Rest der Hugenotten ausder Scadt und dem Schlosse mit eben so weniger Mühe,als es diesen gekostet hatte, sich des leztern zu bemäch-tigen. Das alles würde nicht geschehen seyn, wennder König von Navarra allein die Unternehmunggelenkt Härte; denn er würde die beyden Verschwor-nen nicht eher haben handeln lassen, als bis er nahe genug

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