l.11 Gesch. d. französ.. Unruhen
Aber hätten sie auch ihren Vorsatz geändert,so kam die Neue jetzt zu spat; denn ein Observa-tionscorps des Königs, welches von allen Seitensie umringte, hatte ihnen bereits jeden Rückweg ab,geschnitten. So erschienen sie am zo Oktober^560 zu Orleans, begleitet von dem Kardinal vonBourbon, ihrem Bruder, den ihnen der König mitden heiligsten Versicherungen seiner aufrichtigen Ab-sichten entgegen gesandt hatte.
Der Empfang, den sie erhielten,'widersprachdiesen Versicherungen sehr. Schon von weitemverkündigte ihnen die frostige Miene der Minister,und die Verlegenheit der Hvfieute ihren Fall.Finstrer Ernst mahlte sich auf dem Gesichte desMonarchen, als sie vor ihn traten, ihn zu begrüßen,welcher bald gegen den Prinzen in die heftigstenAnklagen ausbrach. Alle Verbrechen, deren manletztem berüchtigte, wurden ihm der Reihe nach vor-geworfen, und der Befehl zu seiner Verhaftung istausgesprochen, ehe er Zeit hat, auf diese überraschen-de Beschuldigungen zu antworten.
Ein so rascher Schritt durfte nicht bloß zurHälfte gethan werden. Papiere, die wider den
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