XXX V m Gesch. d. französ. Unruhen
die km I. 1560. seine Edelleute. Aehnliche Um- !stände nutzten wenige Jahre nachher die Guisen inBrüssel, um ihrComplott gegen den spanischenM-nlster Granvella zu Stande zu bringen. In einetRebe voll Beredsamkeit und Feuer, welche uns derGeschichtschreiber de Thou aufbehalten hat, ent-deckte Renaudie denen, die es noch nicht wußten,die Absicht ihrer Zusammenberufung und suchte dieübrigen zu einer thätigcn Theilnahme anzufeuern.Nichts wurde darinn gespart, die Guisen in dasgehäßigste Licht zu setzen, und mit arglistiger Kunstalle Nebel, von welchen die Nation seit ihrem Ein-tritt in Frankreich heimgesuchr worden, auf ihreRechnung geschrieben. Ihr schwarzer Entwurf-sollte seyn, durch Entfernung der Prinzen vom Ge-blüt, der verdientesten und Edelsten, von des Kö-nigs Person und der Staatsverwaltung den jungenMonarchen, dessen schwächliche Person, wie mansich merken ließ, in solchen Händen nicht am sicher- ^
sten aufgehoben w'are, zu einem blinden Werkzeug !
ihres Willens zu machen, und wenn es auch durch ^Ausrottung der ganzen königlichen Familie geschehen -sollte, ihrem eigenen Geschlecht den Weg zu demfranzösischen Throne zu bahnen. Dieß einmal vor-ausgesetzt, war keine Entschließung so kühn, keinSchritt gegen sie so strafbar, den nicht die Ehre >selbst und die reinste Liebe zum Staat rechtfertigenkonnte, ja gebot. „Was mich betrift schloß der k
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