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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
XXXVI
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XXXVl Gesch. -. ftanzös. Unruhen

Monarchen bloß als eine Sache betrachtete, diean sich selbst nichts bedeutete, aber in den Händenderer, welche sich ihres Besitzes rühmten, ein furcht-bares Instrument der Macht werden konnte. Dadieser verwegene Entwurf nur mit den Waffen inder Hand konnte durchgesetzt werden, so ward aufeben dieser Versammlung beschlossen, eine militäri-sche Macht aufzubringen, welche sich alsdann in ieinzelnen kleinen Haufen, um keinen Verdacht zuerregen, aus allen Distrikten des Königreichs inBlois zusammen ziehn sollte, wo der Hof das Früh-jahr zubringen würde. Da sich die ganze Unter-nehmung als eine Religionssache abschildern ließ,so hielt man sich der kräftigsten Mitwirkung derKalvinisten versichert, deren Anzahl im Königreichdamals schon auf zwey Millionen geschäht wurde.Aber auch viele der aufrichtigsten Katholiken zogman durch die Vorstellung, daß es nur gegen dieGuisen abgesehen fey, in die Verschwörung. Umden Prinzen von Conde, als den eigentlichen Chefder ganzen Unternehmung, der aber für rctthsamhielt, voyetzt noch unsichtbar zu bleiben, desto besserzu verbergen, gab man ihr einen untergeordnetensichtbaren Anführer in der Person eines gewissen 'Renaudie, eines Edelmanns aus Perigord, denfein verwegner, in schlimmen Handeln und Gefah-ren bewährter Muth, seine unermüdete Thätigkeit,seine Verbindungen im Staat, und der Zusam-