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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
XIV
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XIV Gesch. der französ. Unruhen

liche Steuern und stehende Heere bevestigten undschirmten den Thron, und der König war etwa«mehr als ein begüterter Edelmann in seinem Reiche.

In Italien war es, wo sich die Kraft diesesKönigreichs zum erstenmal offenbarte. Unnütz zwarstoß dort das Blut seiner Heldensöhne, aber Euro-pa konnte seine Bewunderung einem Volke nichtversagen, das sich zu gleicher Zeit gegen fünf ver-einigte Feinde glorreich behauptete. Das Lichtschöner Künste war nicht lange vorher in Italienaufgegangen, und etwas mildere Sitten verriethenbereits seinen veredelnden Einfluß. Bald zeigte esseine Kraft an den trotzigen Siegern, und ItaliensKünste unterjochten das Genie der Franzosen, wieehmals Griechenlands Kunst seine römische Beherr-scher sich unterwürfig machte. Bald fanden sie denWeg über die Savoyischen Alpen, den der Krieggcöfnet hatte. Von einem verständigen Regentenin Schutz genommen, von der Buchdruckerkunstunterstützt, verbreiteten sie sich bald auf diesemdankbaren Boden. Die Morgemöthe der Culturerschien, schon eilte Frankreich mit schnellen Schrit-ten seiner Civilisirung entgegen. Die neuen Mei-nungen erscheinen, und gebieten diesem schönen An-fang einen traurigen Stillstand. Der Geist derIntoleranz und des Aufruhrs löscht den noch schwa-chen Schimmer der Verfeinerung wieder aus, und

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