Miverfalhistorifche Uebersichkrc.' ^
Gegend von Ankona. Nachdem et hier ein Lagernufgeschlagen und Truppen zusammengezogen hat-te, mußten die griechischen Abgeordnete vor ihmerscheinen. Er that ihnen freilich sogleich kund,daß ihm nichts übrig bliebe. als sie hinrichtcn zulassen; allein cs war nicht möglich, ihnen hinrei-chende Beweise .vorzulegen, daß sie sich desVerbrechens der Aufwiegelung schuldig gemachthatten.
Der Papst war in Todesangst gerathen, alser gehört hatte, daß der wilde Pfakzgraf, welcherfeinen Gesandten den Kopf hatte spalten wollen, inItalien hauste und Friedrich bald Nachfolgen wer-de. Er schickte sogleich Legaten an den letztem undschon ihreAnredezeigte, daß das Herz des heiligenVaters zerknirscht war: denn von diesem grüßtensie ihn, als den geliebtesten Sohn des heiligenPetrus, und von den Kardinalen als ihren Herrnund den Kaiser des Erdkreises. Auch die zweideu-tigen Ausdrücke ides vorigen Briefes wurden indem neuen Schreiben so erklärt, daß sie nichtwehr anstößig waren. Friedrich ward dadurch ver-söhnt und ließ die Nuntien reichlich beschenkt von sich.
Welche prächtige Beschreibung sie wohl aufihrer Rückreise von dem Heere machten, das näch-stens in Italien erscheinen würde, denn sie warendcm Kaiser imLager auf den Feldern von Augsburg tvorgestellt, wo der Mittelpunkt war, nach weichem