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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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Griechenland znbrrngen. Nachdem er endlich im folgen,den Frühjahr nach Asien übcrgefttzt harre, fand er dort,seiner Traktaten mit dem Sultan von Iconium unge.achtet, die alten Schwierigkeiten wieder. Dir Tür-ken waren durch die Griechen ausgehetzt worden undanstatt einer gütigen Aufnahme uns des versprochenenProviants, fand er eine Armee die ihm den Durchzugnicht anders gestatten wollte, als wenn er für jeden Kopfein Goldstück bezahlte. Friedrich antwortete mit demSchwerLk. Er schlug die Armee, und eroberte den Sitzdes Reiches, die Hauptstadt Iconium. Nun strömte Pro-viant genug in das Lager, die Türken gaben gute Worteund Geisel. Der Zug gierig jezc nach Armenien aberhier war das Ziel von Barbarossa's Thaten. Um sich zu er-frische» badete er sich in dem FlußSeleph oder Sa-le pH, der auch EalrcadnuS hieß, und den manfälschlich für den Cydnus gehalten hat, der Alexandern demGroßen ehedem fast tödlich geworden wäre. Dieser CvdnuSaber fließt bey TarsuS, wohin die Deutschen erst nach demTode des Barbarossa kamen. In diesem Fluße Salephertrank der Kaiser wie einige sagen; nach andern wurde evdoch so erstarrt herausgezogen, daß er bald darauf starb.

In diesem Kaiser verlor Deutschland einen seiner tref-lichsten Regenten, und ganz Europa einen großen und aus-serordentlichen Mann. Man muß seinen Werth nicht nachdem Glücke oder demGlanze derThaten abwägen,die er ver.richtete, sondern nach der Menge und Größe der Schwie-rigkeiten, die er besiegte. Keine Armee stand ihm zu Ge-bote, wie unser» heutigen Monarchen. Die Schwierigkeitseine Vasallen zueinerHeerfokgezu vermögen war alleinschon eine Arbeit und ein Heldenwerk, wie der Feldzugselbst; und wenn er diese Armee in Italien hatte, so ver-ließ sic nach einer Dienstzeit von wenigen Monaten seineFahnen, oder die Pest rafkeZe dahin. Im Schosse dcSSie.geS sah er sich verlassen, mitten unter seinen vielen Feindenalleinund ohne alle HülfSgnellen, als seinen Geist undseinen Muth. Hätte er nicht den besten Theil seines Regen-kenlebcns und seiner Kräfte in den Italienischen Kriegenverzehrt, dflnn erst würde Deutschland einen großen«nd bewundernswürdigen Kaiser in ihm gefunden haben.Schade nur,daß ihnEhrgeiz uudRachbegierde eine;» großeHärte gegen die lombardische Städte und eine Ungerechtig-keit gegen Herzog Heinrich den Löwen begehen ließen.

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