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Auf einem Reichstag, der im Jahr H 88 > in Mainz ge-halten wurde, empfing er in einer zahlreichen Fürsten-versammlung aus den Händen des Bischoffs von Würz-burg daö Kreutz. Sein Sohn Friedrich, Herzog vonSchwaben, viele Fürsten, Grafen und Vischöffe thacenein Gleiches. Weil vorzüglich die große Menge schlech-ten Gesindels an dem Unheil der Kreützzüge Schuld gewe-sen war, so machte Barbarossa die Verordnung, daß keinermit ziehen sollte, der nicht wenigstens 3 Mark SilbersGeld bey sich hätte. Um sich den Marsch durch Klein-asien zu erleichtern, wobei) seine Vorgänger in den erstenKreutzzügen von den Türken soviel zu leiden gehabthatten, suchte er sich durch ein Bündniß mit demSultan von Ikonium sicher zu stellen, und ließ diesenSultan um einen freyen unschädliche!! Durchzug anhal-ten. Dieser Sultan hatte dem großen Ruhme desBarbarossa, der biß in die Morgenländer drang, schonehedem durch eine eigene Gcsandschaft gehuldigt, aucheinem deutschen Prinzen, Heinrich dem Löwen, der aufeiner Wallfahrt nach Jerusalem durch die Staatendieses Sultans kam, große Achtung bewiesen. Mitdiesem Sultan nun schloß Barbarossa einen Traktat,und ein ähnlicher wurde auch mit dem griechischen KaiserIsaak Angelus geschlossen.
Nachdem Barbarossa während seiner Abwesenheit ausDeutschland Vorkehrungen getroffen und die Reichsver-waltung in die Hände seines Sohns Heinrich gegeben,trat er mit 150, coo Mann streitbarer Truppen denMarsch durch Ungarn und die Lombaröey, an, und dieArmee kam wohlbehalten an die griechische Grenze.Hier aber erweckte die Ankunft dieses zahlreichen undrüstigen Heeres allgemeinen Schrecken. Man Vergaßdie Traktaten, alles ffohe von dem Lande nach denStädten, und nirgends waren Lebensmittel zu bekom-men. Wolltc'FriedriÄ seine Armee nicht Hungers ster-ben lassen, so mußte er sich zur Gewalt entschließen.Er nahm Philippopel Adrianopel und mehrere Städteein. Es wurde ihn nicht schwer gewesen seyn, wenner Gewalt gebraucht hätte, Constankinopel selbst zn er-obern und das byzantinische Reich «mzustürzen.
Indessen ward durch diese Eroberungen der Marschverzögert worden, die Zeit, wo man zu See gehen konnte,war verstrichen, und der Kaiser mußte den Winter inT 5 Gm-