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eben so neidisch, eben so treulos und verräthcrisch ge-sinnt, als die griechischen Christen, und die neuauge,kommene Europäer erkannten, nach dem kurzen Zeitraumvon 52 Jahren ihre Landsleute nicht mehr in ihnen.Von der allerschlimmsten GemüthSart waren die soge-nannten Pullancn, diejenigen ncmlich, ^welche einenEuropäer zum Vater und eine syrische Mutter odereinen syrischen Vater und eine europäische Mutter hat-ten. Die unaufhörlichen Streitigkeiten, welche unterden Königen von Jerusalem und den Rittern des Tem-pi e t- und Johanniccrordens, oder zwischen diese»beiden Orden unter einander herrschte, erhitzten dieGemüther, und erstickten allen Gemeingeist derihnen mlrrcn in einem feindlichen Land doch so nothigwar. Kaum wax ein Stückchen Land erobert, so wurdeauch sogleich gestritten, wer es besitzen sollte, und dieSararenen sahen mit Froiocken zu, wie sich die Christenunter einander selbst verfolgten. Der Besitz des heili-gen Grabes, die Nähe des Orts, wo die Mysterien derchristlichen Religion vollbracht worden waren, hakte nichteinmal soviel Einfluß, daß die Europäer von Palästinadadurch besistre Christen wurden. Auf der heiligen Stat-te selbst verschlimmerte sich ihr Karakter.
Zum Unglück war eben so wenig Harmonie unter denneu angekommcnen Kreutztruppen; die Privacfcind-sckasten, wodurch die Fürsten in Europa untereinanderentzweyc worden, erwachten in Asien wieder. Ein Pei-ipicl davon gibt der Herzog Welf von Bayern der gutdem Vorsatz zurückreiste, seinen Herrn zu bekriegen, undz» diesem Ende den Rückweg über Apulien pnd Cala«hricn nahm, wo er mit dem König Roger von Sicilicn,siincm alren Freund und einemFeind des deutschen Kai-sers, ein genaues Bündniß errichtete.
Conrad verließ bald darauf Palästina, wo seine An-wesenheit nichts mehr nützte, und bald nach seiner Au-rückkiiiift harte er das Unglück, seinen ErstgcbohrnenPrinzen Heinrich durch den'Tod zu verlieren. Er folgteihm bald nach und starb i. I. nZ2. zu Bamberg- Vorseinem Ende übergab er die Reichsinsignien seinem Bru-derssohn Friedrich, ob er gleich selbst noch einen jun-gen Prinzen übrig hatte; aber er zog das Veste desReichs dem Interesse seines Hauses vor; sein eignerR 4 Eohn