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,2i. Ludwig von Frankreich.
Ludwig der Siebende, auch der Junge, der den zwei-ten Kreutzzug unternahm. Er hatte sich in einem Krieggegen den Grafen von Champagne, einen unruhigenVasallen, der Stadt Vieri in dieser Provinz bemächtigtund in der Heftigkeit des Zorns eine Kirche in Brandstecken laßen, in welcher sich iZoo Menschen geflüchtethatten. Alle kamen in den Flammen um, und erst,nachdem es zu spät war zu retten, erwachte bas Gewis-sen des Königs. Das Schreyen der Unglücklichen ver-folgte ihn in seinen Träumen und überall leuchtete ihmdie Flamme der brennenden Kirche. Seine Reue wur-de beinahe zur Verzweiflung. Der heilige Bernhard,Abt von Klairvaux, gab ihm endlich den Rath, sichmit dem Kreutze zn bezeichnen und den Dorn des Him-mels durch einen Krieg gegen die Ungläubigen zu ver-söhnen. Schon vor dieser Begebenheit hatte sich Lud-wig durch einen Streit mit der Kirche die Epcommunica-tion und dem ganzen Königreich das pabsiliche Inter-dikt (die Aufhebung aller gottesdienstlichen Handlun-gen und aller Wohlthaten der Religion) zugezogen.Der Kreutzzug war ein Mittel auch diesen Fluch aüfzu-heben.
r»2. Nachdem ich die Thaten — — beschriebenhabe.
Otto ,,Bischofs von Freysingen, ein Enkel KaiserHeinrichs IV und Begleiter des deutschen Kö-nigs Konrad auf seinem Zug nach Jerusalem , schriebauch eine ziemlich mährchcnreiche Chronik, welche vomAnfang der Welt bis zum Jahr Christi H46 reicht.Als Freund des Kaisers, dessen Thaken er hier be-treibt, als Bischofs und als Fürst des deutschenReichs, lebte er an der Quelle der StaatSbegeberchei«
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