34
vorzüglich wichtige Platz, durch dessen Besitz sie sowohlfesten Fuß zu Lande, als auch offene Fahrt zur Seeerhalten könnten. Zu dem Ende führten sie alle zurBelagerung einer Stadt dienlichen Werkzeuge dahin.Zugleich mit ihnen machten die Franken in SyrienBewegungen, eroberten im zweyten Monat Rabia,das Schloß Acarra, und nahmen den Commandantendesselben Chotlach , Fähndrich, und Noureddins Leib-eigenen gefangen; Noureddin suchte ihnen zwar da-durch Einhalt zu thun, daß er sich vor Carachalegte, er mußte aber, weil sie gegen Palästina anrück-ten, die Belagerung aufheben, ohne Gelegenheit ge-funden zu haben, ihnen eine Schlacht anzubiekhen.Noch größern Kummer verursachte ihm der im Jahr565(1169 n. C.) im Monat Ramadan zu Haleberfolgte Tod MesjdoddinS, Dasa'sSohn, Vereine derwichtigsten Personen imStaace gewesen war. Er begabsic,- hierauf nach Syrien, welches er aber wegen derErdbeben, die Haleb und andre Städte verwüstet hat-ten, wieder verlassen wollte, als die Nachricht vondem Ableben seines Bruders Kotboddin, der zu Mosulden »2sten des Monats DfulhaSja verschieden war,ihn nach Mosul zu reisen nöthigte.
Unterdeß sandte Saladin eine hinlängliche Be-satzung zu Pferde und zu Fuß, nebst dem benöthigtenKriegsvorrach nach Damiataab, mit dem Verspre-chen, so bald als möglich an der Spitze eines wohlge-rüsteken Heeres zum Entsatz herbeyzueilen. Der Er-folg davon war, daß die Franken nach einem großenVerlust an Volk und Kriegsmaschinen wieder abzie«hen mußten; so siegte der Glaube über den Unglau-ben. Damiara wurde durch göttlichen Beystand erhal-ten, des Feindes Anschläge zernichtet, und unsere Ge-walt um desto fester begründet.