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legenheit der Stimmen auf seine Seite neigenmochte/ so eilte man —- wenn es auch eine Unre-gelmäßigkeit kosten sollte — vor seiner Ankunft dieKaiserwahl zu beendigen. Unter der Leitung desErzbischoffs von Trier, der dem hohenstaufischenHaus: vorzüglich hold war, kam diese in KoblenzzuStande (uz?), Herzog Conrad ward erwählt,und empfieng auch sogleich zu Aachen die Krone. Soschnell hatte das Schicksal gewechselt, daß Conrad,Len der Pabst unter der vorigen Regierung mitdem Banne belegte, sich jetzt dem Tochtermann ebendesLothar vorgezogen sah, der für den römischenStuhl doch so viel gethan hatte? Zwar beschwer-ten sich Heinrich und alle Fürsten, welche bei-der Wahl Conrads nicht zu Rath gezogen wor-den, laut über diese Unregelmäßigkeit; aber die all-gemeine Furcht vor der Uebermacht des welfischenHauses, und der Umstand, daß sich der Pabst fürConrad erklärt hatte, brachte die Mißvergnügtenzum Schweigen. Heinrich von Bayern, der. dieReichsinsigmen in Händen hatte, lieferte sie nach«inem kurzen Widerstand aus.
Conrad sah ein, daß er dabey noch nicht stillestehen könne. Die Macht des welfischen Hauseswar so hoch gestiegen, daß es eben so gefährlicheFolgen für die Ruhe des Reiches haben mußte,dieses mächtige HauS zum Feinde zu haben, als die
Erhe-