L! v Universalhistorische Uebersicht re.
mischen Kaiser auf die päbstiiche Redlichkeit zählen,wenn man ihres Arms nicht benöthigt war! Ro-ger küßte den Pantoffel seines Gefangenen, führteihn nach Rom zurück, und Friede war zwischenden Noümiännern und dem apostolischen Stuhl.Kaiser Lothar selbst hatte auf der Rückkehr nachDeutschland im Jahr uz? Ln einer schlechtenBauernhütte zwischen dem Lech und dem Innfein mühe - und ruhmvolles Leben geendigt.
Unfehlbar war der Plan dieses Kaisers gewe-sen, daß ihm sein Tochtermann, Herzog Heinrichvon Bayern und Sachsen, auf dem Kaiserthronfolgen sollte, wozu er wahrscheinlich noch bey sei-nen Lebzeiten Aitstalten zu machen gesonnen gewe-sen war. Aber ehe er -inen Schritt deßwegenthun konnte, überraschte ihn der Tod.
Heinrich von Bayern hatte die FürstenDeutschlands mit vielem Stolz behandelt, undwar ihnen auf dew italienischen Feldzug sehr gebie-terisch begegnet. Auch jetzt, nach Lothars Tode,-bemühte er sich nicht sehr um ihre Freundschaft,und machte sie dadurch nicht geneigt, ihre Mahlauf ihn zu richten. Ganz anders betrug sich Con-rad von Hohenstaufen, der den Zug nach Italienmit gemacht, und auf demselben die Fürsten, be-sonders