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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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XXXV
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Universalhistvrische Uebersicht rc. xxxv

Muhammedanern, mit Griechen, mit Lateinern.Einzelne Städte, wie Ganta und Neapel, regier-ten sich nach republikanischen Gesetzen. MehrereLongobardische Geschlechter genossen unter demSchirm einer scheinbaren Abhängigkeit von demrömischen oder griechischen Reich einer wahrenSouveränität in Benevent, Kapua, Salerno undandern Distrikten. Die Menge und Verschie-denheit der Oberherrn, der schnelle Wechsel derGrenze, die Entfernung und Ohnmacht des Grie-chischen Kaistrhofs hielten dem straflosen Ungehor-sam eine sichere Zuflucht bereit; Nationalunter-schied, Religionshaß, Raubsucht, Vergrößerungs,begierde, durch kein Gesetz gezügelt, verewigten dieAnarchie auf diesem Boden, und nährten die Fackeleines immerwährenden Kriegs. Das Volk wußteheute nicht wem es morgen gehorchen würde, undder Sämann war ungewiß, wem die Aerntegehörte.

Dreß war der klägliche Zustand des unternItaliens im Neunten, Zehenten und Eilften Jahr-hundert, während daß Sicilien unter arabischemScepter einer ruhigeren Knechtschaft genoß. DerGeist der Wallfarth, welche beym Ablauf desZehenten Jahrhunderts, der gedrohten Annähe-rung des Weltgerichts, in den Abendländern le-bendig wurde, führte im I. 98Z auch einigeNormannische Pilger, fünfzig oder sechzig an

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